09.07.2016: Reykjavik Besichtigung

Nach kurzer Nacht geht es ca. um 09:00 Uhr zur Besichtigung von Reykjavik. Waltraud hat mangels Gepäck und Schlafsack in der Nacht gefroren und ist daher ein wenig übernachtig. Eine Recherche am Internet betreffend des Gepäckstückes ergibt, dass es in Wien liegengebliegen ist, und über Frankfurt gegen Mittag in Keflavik landen soll.

Vor unserem Quartier bei der Heilsarmee
Vor unserem Quartier bei der Heilsarmee

Unser erster Weg führt uns in die Innenstadt von Reykjavik wo die Fussballbegeisterung der Isländer über ihr Team nicht zu übersehen ist. Überall überlebensgroße Plakate der Spieler, ein Teamfoto mit  Löchern zum Durchstecken des Kopfes und Public Viewings an jeder Ecke. Morgen ist das EM-Finale, aber wir werden im Hochland nicht viel davon mitbekommen.

Das isländische EM-Team mit drei neuen Spielern
Das isländische EM-Team mit drei neuen Spielern

Anschließend gehen wir zur Harpa, die im Unterschied zu meinem letzten Besuch vor 4 Jahren gut besucht ist. Durch die vielen Leute erkennt man erst, welche Bereiche innerhalb des Opernhauses alle öffentlich zugänglich sind :-). Anschließend schlendern wir dem Meer entlang zum Wikingerschiff. Am Weg Richtung Hallgrimmskirkja steigt uns plötzlich angenehmer Mehlspeisenduft in die Nase. In einem alten, bunt angemalten Haus werden leckere Bäckereien zubereitet, gebacken und gleich verkauft. Aufgrund der langen Schlange pilgern wir weiter. Nach dem Besuch der Hallgrimmskirkja mit kleinem Orgelkonzert und dem Heben eines Caches mit Waltraud machen wir uns auf die Suche nach einem gemütlichen Kaffeehaus. Doch wir werden nicht wirklich fündig und so suchen wir noch einmal die verführerische Bäckerei auf. 

Sonnenstrahlen und Mehlspeisen - herrlich
Sonnenstrahlen und Mehlspeisen – herrlich

Hier werden zwar nur zwei Sorten Brot und drei Mehlspeisen gebacken, diese jedoch wirklich frisch und extrem wohlschmeckend. Beim Verzehr der Köstlichkeiten zeigen sich auch die ersten Sonnenstrahlen des Tages – Herz was willst Du mehr. Wir beschließen, gemeinsam zum Perlan zu spazieren, wo ein Restaurant mit Top-Aussicht auf ehemaligen Warmwasserbehältern errichtet wurde. Auch ein künstlicher Geysir bricht hier alle paar Minuten aus, der von Susanne aber rasch enttarnt wird. 

Aussicht vom Perlan
Aussicht vom Perlan

Beim Rückweg zum Quartier beobachten wir noch kurz das Fussballtraining einer isländischen Damenmannschaft und eine Veranstaltung beim Tjörninn, dem See im Zentrum von Reykjavik. In der Unterkunft ist so gegen 15:00 Uhr leider noch keine Spur von Waltrauds Gepäck und dem Essen für die Wanderung, sodass ich langsam nervös werde und ein Mail an das Lost&Found von Keflavik schreibe (von Anrufen wurde mir aufgrund der Überlastung abgeraten). Wir brechen zu einer weiteren kleinen Runde auf, essen ein wenig zu Mittag und stöbern in den sehr teuren kleinen Supermärkten in der Innenstadt Reykjaviks. Als um 17:00 Uhr das Gepäck noch immer nicht hier ist, gehe ich mit Susanne zum Bonus-Supermarkt (Islands „Hofer“) um unsere Vorräte noch ein wenig aufzubessern und das Frühstück für morgen zu besorgen. 

Am Laugavegur in Reykjavik
Am Laugavegur in Reykjavik

Bei unserer Rückkunft gibt es dann die freudige Nachricht, dass das Gepäck geliefert wurde. Waltrauds Rucksack ist wohlbehalten hier, der Essenssack leider auf der Unterseite aufgeschlitzt und die Hälfte der Lebensmittel irgendwo auf dem Weg zwischen Wien und Keflavik verloren gegangen. Aber egal, wir werden schon nicht verhungern und wir können wie geplant morgen um 06:40 Uhr mit dem Bus in Richtung Hochland aufbrechen. Da der Bus direkt vom Reykjavik City Hostel wegfährt, habe ich die zweite Übernachtung in Reykjavik dort geplant. Wir beschließen, zu Fuss dorthin aufzubrechen, der Weg stellt sich jedoch als länger heraus, als ich es in Erinnerung hatte und so kann sich die unausgeschlafene Waldtraud nur mit letzter Kraft dahinschleppen.

Campingplatz und Hostel in Reykjavik
Campingplatz und Hostel in Reykjavik

Das Hostel wirkt von außen unscheinbar, ist jedoch innen gemütlich eingerichtet und hat mit dem anschließenden Campingplatz einen riesigen Grünbereich. Wir teilen uns ein 6er-Zimmer mit einem Gast, im Laufe der Nacht soll noch einer hinzukommen.

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