15.07.2016: Höfn – Egilstadir

Das Wetter, welches sich schon gestern abend eingetrübt hat, zeigt sich heute morgen eher von seiner schlechten Seite. Starker Regen und kaum Sicht erschweren das Aufstehen. Dafür gibt es ein schönes Frühstücksbuffet mit frischgebackenen Waffeln, Kakao mit Marshmallow und anderen Leckereien. Um 08:30 erreicht der Mitarbeiter der Leihwagenfirma mit unserem Leihwagen die Unterkunft.

Unser Begleiter für die nächsten 4 Tage
Unser Begleiter für die nächsten 4 Tage

Unser Gastgeber vom Guesthouse Nyibaer war so nett, ihm vom ca. 7km ausserhalb gelegenen Flughafen zu uns zu lotsen. Wir besteigen gemeinsam den Golf Polo und fahren zurück zum Flughafen. Er arbeitet neben der Leihwagenfirma Budget auch noch am Flughafen und betreibt gemeinsam mit seiner Frau ein Guesthouse in der Nähe von Höfn. Wieder retour sammle ich die Mädels auf und wir machen uns auf den Weg Richtung Ostisland. Natürlich schauen wir vorher noch beim Supermarkt in Höfn vorbei und decken uns dort mit Lebensmittel für die nächsten beiden Tage ein. Der Supermarkt hat auffallend viele Biolebensmittel und so findet sich auch ein riesiger Sonnentor-Ständer in dieser kleinen Ortschaft in Island ! So verlassen wir ca. um 10:30 Uhr Höfn und fahren gut 1,5 Stunden unspektakulär nach Djupivogur. Nicht, dass die Landschaft rundherum nicht sehr schön wäre, aber bei dem dichten Regen und Nebel können wir davon kaum etwas erkennen. Ich gebe ein Prospekt mit den Highlights von Ostisland an meine Damen aus und lasse sie nach einem geeigneten Schlechtwetterprogramm suchen. Susanne findet auch sogleich interessante heiße Quellen, diese befinden sich aber am Fusse des Vatnajokulls im Hochland ca. 170km von uns entfernt. Also besuchen wir die Langabud in Djupivogur. Dieses Cafehaus in einem der ältesten Häuser im Ort beherbergt gleichzeitig ein Museum über die lokale Geschichte.    

Kaffeepause im Langabud in Djupivogur
Kaffeepause im Langabud in Djupivogur

Leider steht diese Sehenswürdigkeit auch auf dem Plan zahlreicher Reisebusse und so ist kaum ein Platz zu bekommen. Als dann auch noch die WCs wegen eines Wassergebrechens gesperrt werden, bricht fast Panik aus. Wir ergattern trotzdem einen Platz und es wird Fischsuppe und Kuchen verzehrt, dazu gibt es ein spezielles Brot, welches ein wenig an Lebkuchen erinnert. Nachdem Katharina sich das Museum angesehen hat, steigen wir bei unverändert schlechtem Wetter (habe ich den starken Wind schon erwähnt?) wieder ins Auto und fahren der Ringstraße entlang Richtung Osten bis wir die Abzweigung über den Öxi-Pass erreichen. Trotz schlechter Bedingungen entscheide ich mich auch diesmal über die geschotterte Passstrasse mit knapp 500m Seehöhe zu fahren und somit ca. 60km einzusparen. Trotz oder gerade wegen des Regens gestaltet sich dieser Abschnitt sehr spektakulär, da links und rechts unzählige Wasserfälle über die steilen Hänge ins Tal rauschen. Der Gegenverkehr hält sich in Grenzen und so erreichen wir bald wieder die Ringstrasse, die in diesem Abschnitt in schlechteren Zustand ist, als der Abkürzer über den Öxi-Pass. So können wir manchmal nur Schritttempo fahren, um unseren Leihwagen bei den Schlaglöchern nicht zu gefährden. Im Tal von Egilsstadir hört der starke Regen auf und das Wetter wirkt ein wenig stabiler, so machen wir noch einen kleinen Abstecher nach Hallormstadur.

Drei Waldwichtel in Hallormstadur
Drei Waldwichtel in Hallormstadur

Dieser Wald am See Lagerfljot wurde vor über 100 Jahren gepflanzt und bietet eine für Island einzigartige Mischung der unterschiedlichsten Bäume, die im isländischen Klima gut zurechtkommen. Wir gehen auf dem Baumlehrpfad, wo wir fast die einzigen Spaziergeher sind und bewundern „richtige“ Bäume mit dicken Stämmen, wie sie sonst in Island nicht zu finden sind. Nach dieser einzigen Bewegung an diesem Tag fahren wir die letzten Kilometer nach Egilsstadir zu unserem heutigen Quartier dem Lyngas Guesthouse.

Lyngas Guesthouse von außen
Lyngas Guesthouse von außen

Wie bei sovielen Häusern in Island gilt hier auch – außen unscheinbar und innen hui. Von außen wirkt die Unterkunft wie ein aufgelassenes Fabriksgebäude, innen ist sie komplett neu hergerichtet mit Holzboden, feinen Betten und einer Couchlandschaft im Allgemeinbereich.

Und von innen ...
Und von innen …

Katharina und Susanne wollen sich nach dem Regentag aufwärmen und suchen das lokale Schwimmbad auf. Währenddessen bereiten Waltraud und ich ein mehrgängiges Menu mit Lachsbrötchen, Spaghetti mit Gemüsesauce und einem bunten Salat zu. Im schönsten aller bisherigen Zimmer verbringen wir eine ruhige Nacht.

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